Kurz gesagt, dieses Rezept verwandelt Tofu oder auch ähnliche Produkte in ein pikantes Vergnügen mit etwas Crunch. Unser pikanter Tofu soll beim Essen Spaß machen!

Tofu ist ein übliches Nahrungsmittel für vegetarische oder vegane Ernährung, oder wenn man einfach zwischendurch eine fleischlose aber proteinreiche Alternative sucht. Er ist aber nicht bekannt für seinen guten Geschmack oder seine Textur. Von ersterem hat er kaum eigenen (außer Sorten mit Kräutern oder geräuchert). Auch ist die Textur ist zu einheitlich oder zu arm an Fasern um wirklich sehr ansprechend zu sein. Aber, er ist damit quasi wie eine weiße Wand: es kommt darauf an was man damit macht. Dieses Rezept lebt sehr stark von der Einbeizung des Tofu und der Würzung einer Panade, und ist damit grundsätzlich auch auf andere vergleichbare typische Fleischersatzprodukte wie Tempeh oder Seitan anwendbar. Letztere haben zwar mehr Eigengeschmack und/oder zumindest Textur, aber man kann sie natürlich zumindest genauso behandeln wie ich es hier mit dem Tofu mache. Vermutlich geht es auch gut mit dünn geschnittenem Gemüse oder ganzen Champignons, denn im Wesentlichen ist es eine Variante auf Japanische Tempura.

Die Haferflocken dienen dabei vor allem dem knackigen Effekt, ein bisschen aber auch der Ernährungsqualität weil sie reich an resistenter Stärke sind, welche dem Darmmikrobiom zu Gute kommt. Ich betone diesen Teil aber weniger weil das Frittieren / erhitzen für resistente Stärke eher ungünstig ist. Bei Interesse, wir haben dazu hier schon etwas geschrieben. Pikanter Tofu ist aus üblichen Zutaten leicht herzustellen.

Weizenmehl, Hafermilch, Haferflocken, Sojasauce, Chilli, Cayennepfeffer, Paprikapulver, Ingwer, Knoblauch, Tofu
Einige der wesentlichsten Bestandteile: (Weizen)mehl, Hafermilch, Haferflocken, Sojasauce, Chilli, Cayennepfeffer, Paprikapulver, Ingwer, Knoblauch, Tofu
panierter Tofu mit Kimchi

Pikanter Tofu in Haferflockenpanade (Tofutempura)

Eine pikante Panade kann wunder wirken
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Prep Time 3 hrs
Cook Time 45 mins

Ingredients
  

Marinierter (gebeizter) Tofu

  • 500 g Tofu (im Block, natur)
  • 100 g Sojasauce (dunkel, natürlich vergoren)
  • 90 g Hafermilch (natur, ungezuckert)
  • ca. 35 g Ingwer (frisch, geschält, grob gehackt)
  • 4 Stk. Knoblauchzehen (frisch, grob gehackt)
  • 4 Stk. Knoblauchzehen, schwarz Schwarzer Knoblauch ist nicht unbedingt notwendig, sollte er schwer verfügbar sein kann er weggelassen werden. Ansich lässt er sich auch z.B. in einem Reiskocher selber herstellen, es dauert aber ca. 21 Tage, kaufen ist sicher einfacher. Der Geschmack hat mit frischem Knoblauch praktisch nichts mehr zu tun.
  • 2 EL Essig (z.B. Himbeeressig, Reisessig, Apfelessig)
  • 1 EL Honig

Backteig

  • Der geamte Rest der Tofumarinade der nach dem Beizen übrig bleibt
  • 200 g Weizen Universalmehl (W480) Alternativ kann auch Reismehl verwendet werden. Habe ich hier seleber noch nicht probiert, aber das ist auch die typische Variante für Tempura.
  • 150 g Hafermilch (natur, ungezuckert)
  • 50 g Sojasauce
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Pfeffer, schwarz
  • 1 TL Cayennepfeffer, grob, koreanisch Dieser Cayennepfeffer muss nicht wirklich aus Korea sein. Es geht vor allem darum, das er eher grob gemahlen ist und nicht sehr scharf (aber doch ausreichend). Es kann auch feineres Pulver verwendet werden, oder man mahlt ihn aus Chillischoten selber, etwa passend zu eigenen Schärfebedürfnis. Es ist aber nicht das Gleiche wie Chillipulver, in dem auch andere Gewürze enthalten sein können.
  • 1 TL Paprikapulver, süß
  • 1 TL Salz

Haferflockenmantel

  • 300 g Haferflocken (optimal frisch gequetscht)

Instructions
 

  • Den Tofublock auspressen, damit er die Beize besser annehmen kann. Das geht etwa mit zwei Küchenbrettern und einem Gewicht, wir machen das eher mit einer Zwinge aus dem Baumarkt wie unter dem Rezept im Blog kurz beschrieben.
  • Für die Tofubeize Sojasauce, Hafermilch, Ingwer, frischen und schwarzen Knoblauch, Essig verrrühren und Honig vermischen. Mit einem Stabmixer oder einem Blender homogenisieren.
  • Den Tofublock in etwa 1 cm dicke und etwa 4×6 cm breite Streifen schneiden und gut benetzt für mindestens eine Stunde, besser zwei Stunden in der Beize einlegen. Im Wesentlichen sollen beide Seien gut und über längere Zeit mit der Beize in Berührung sein.
  • Die Tofustücke auf einen separaten Teller legen und die Reste der Beize mit den Zutaten für den Backteig (Mehl, Hafermilch, Sojasauce, Tomatenmark, Pfeffer, Cayennepfeffer und Salz) gut verrühren.
  • Die Haferflocken in einer flachen Schüssel oder einem Suppenteller bereitstellen
  • Jetzt die Tofustücke mit einer Gabel durch den Backteig ziehen, gut von allen Seiten bedecken und in den Haferflocken wälzen
  • Das fertig panierte und in Haferflocken ummantelte Tofu in ausreichend Öl in der Pfanne oder einer Fritteuse frittieren.

TIPP: dieser pikatnte Tofu ist sich sehr gut kombinierbar mit Sauerrahm, Joghurtsaucen, aber auch diversen anderen Saucen oder Sauergemüse wie rotem Kimchi. Natürlich auch mit anderen Gerichten in denen z.B. panierte Hühnerstücke ersetzt werden sollen.

TIPP: Der frittierte Tofu lässt sich einerseits gut einfrieren. Wenn man ihn einfach im Kühlschrank stehen lässt reift der Geschmack noch nach, nach etwa 2-3 Tagen kann er noch deutlich besser schmecken. Er sollte dabei verschlossen bleiben damit er nicht austrocknet.

Fotostrecke Zubereitung

Tofu auspressen, um die Aufnahme der Beize zu erleichtern. Nebenbei wir die Struktur etwas brüchiger, was in meienr Erfahrung gut für die Struktur mit dem Backteig ist.

Tofu lässt sich leicht auspressen indem man ihn zwischen zwei Küchenbretter legt und mit einer Zwinge aus dem Baumarkt zusammedrückt. Der Wesentliche Vorteil gegen Gewichte, man kann den Druck leicht passen einstellen und durch nachziehen Regulieren.
Tofu in Haferflocken wälzen
Tofu in Haferflocken wälzen
panierter Tofu mit rotem Kimchi als Beilage
Pikant panierter und marinierter Tofu mit rotem Kimchi als Beilage